So we went to the park together
We were walking in the midday sun
We met all kinds of people and we
We fucked everyone
We fucked a lady who sells ice cream
We fucked a man with a tan Shar Pei
Everyone who needed fucking well they
They got fucked today
Gar nicht so schwierig zuvermuten, dass der Ausdruck dem mythischen Narrativ über Baseball entspringt… auch gar nicht so abwegig, dass er etwas mit den New York Mets zu tun hat. Ira Kaplan erklärt mit Ed Kranepool, Mets-Legende aus den Sechzigern, wie es zur Prägung des Begriffs „Yo La Tengo“ kam und der Klassiker „Meet the Mets“ (den Yo La Tengo auch schon oft gecovert haben) als Soundtrack dieses Doku-Schnipsels fehlt natürlich auch nicht.
Oho, und wie die Shabbat-Ruhe heute gestört wurde. Eben erst zurück und die Eindrücke sind noch sehr frisch. B. (bei dem ich gerade auf der Couch wohne) nahm mich heute mit zu einem Triple-Feature: Im Yellow Submarine (הצוללת הצהובה) um die Ecke spielten The Fading, Useless ID und Betzefer hintereinander. Monsters of Rock halt, israeli-style. Es war laut, mir klingeln noch die Oren, junge Männer schubsten sich vor der Bühe herum und taten sich hervor, ich habe von den Texten so viel verstanden, als dass es oft um Sachen ging, die im Kopf vorgehen oder einen täuschen. Oder dass man die Stereoanlage aufdrehen soll. Ich habe solche Musik schon gehört, meist in C.’s Auto auf dem Weg zur Probe.
Das soll noch lange nicht heißen, dass es mir nicht gefallen hat. Der Abend steckte voller Überraschungen. Z.B. schrie der butchige Frontman Betzefers erstaunlich ausdauernd in das Mikrofon, hatte aber rasierte Achseln. Und ich hatte statt Bier auf einmal Coke Light in der Hand und mache mir nun Gedanken, ob dies zur Angewohnheit (oder besser: Abgewohnheit) werden könnte.
Zur Beruhigung nun ein Track, der mit dem heutigen Abend eigentlich gar nichts zu tun hat, außer dass er so hübsch ist, dass ich ihn heute schon zehn mal gehört habe. Gelandet ist er u.a. auf dieser sehr zu empfehlenden End-2006-Kompilation. Denn: You could surely try to be more alive.
Einer schöner Tag im Universum, wenn Patrick Stewart (aka Jean-Luc Picard) dem Mastermind hinter Star Trek Gene Roddenberry das Alphabet Song singt:
Vielleicht tritt er ja in seinen alten Tagen noch in die Fußstapfen somancher Star Trek-Besatzungen vor ihm.
Sonst: Wochenendenvorbereitung in vollem Gange (party heute Abend bei uns in der Yitzhak Naidits 9, Jerusalem) und ich habe auf einmal doch keine Wohnung mehr in Tel Aviv. Schade.
Juchu! Heute habe ich endlich erfahren, dass das neue Yo La Tengo Album „I Am Not Afraid of You and I Will Beat Your Ass“ heißt. Sehr passend zu unserem letzten Wochenende in Tel Aviv, wie etlichen in meiner peer group schon auffiel. Ooooohhhhhh und die Sample Tracks hören sich geil an! Wem der Titel noch nicht genug verspricht, dem/der verlinke ich hier extra mal die zwei Tracks, die auf der Bandseite schon veröffentlicht wurden:
I Am Not Afraid Of You And I Will Beat Your Ass is an album that delights in being an album. This is no mere loud followed by soft merry-go-round, but a subtle parade. Bookended by very different but equally intense ten-minute-plus guitar epics, the set has dramatic arcs that don‘t all build in expected ways. After a dense thicket of forest they may find a clearing, stop for a picnic, but then fall asleep, dreaming away as day turns to night.
Quelle: David Greenberger in der Yo La Tengo Biografie
Ich warte auf iTunes oder gucke mich hier nach einem Musikladen um, der mein Vertrauen verdient hat. Ab 12. September ist es so weit!
Dank c‘t-Linktipps (die ich dank Wartezeit am Frankfurter Hauptbahnhof habe) habe ich eben Zeit genüsslicher als üblich verdaddelt. Checkt den krassen Shit: The Automachine. Sehr, sehr gediegene französische automatique Mucke. Nicht das neueste, was Flash-Spielereien betrifft, genug aber, um mich vom Premiere-Glotzen bei Elterns abzuhalten.
Die c‘t hatte ursprünglich die aus gleichem Hause stammende Dirty Punk Fuckin‘ Anarchy Machine erwähnt. Ist halt nicht ganz meine Präferenz.
Man hat sich soviel angewöhnt,
das man sich leider nicht mehr abgewöhnen kann.
Man hat sich an den Mann gewöhnt,
den man im Spiegel sieht, und lacht ihn täglich an.
Man hat sich an sein Hirn gewöhnt,
an seine Stirn gewöhnt, an sein Talent,
und fragt sich kaum noch, wie man’s früher tat,
ob man sich selber sich je abgewöhnen könnt‘.
Man hat sich an die Frau gewöhnt,
die sich an sich gewöhnt hat, leider nicht an mich.
Man hat sich an den Bau gewöhnt,
der seine Welt ausmacht, und läßt ihn nie im Stich.
Man hat sich an die Zeit gewöhnt,
an seinen Neid gewöhnt als still‘n Begleiter,
und fragt sich kaum noch, wie man’s früher tat,
wie wird es weitergehn? Denn es geht weiter.
Und wenn es nicht mehr weitergeht,
wenn nur der Tod noch kommt, was macht man dann?
Dann stellt sich raus: Das Leben ist so herrlich eingerichtet,
daß sich der Mensch leicht an den Tod gewöhnen kann.
Und täglich hört man immer wieder Leute stöhnen,
wie hört man auf zu rauchen, wenn man raucht!
Man müßte sich das Nichtgewöhntsein angewöhnen,
dann hätt man endlich die Gewohnheit, die man braucht.