Ma ze po? Intifada?

Die letzte Woche steckte einmal wieder voller Höhepunkte. Ein paar Tage Jerusalem und Haifa, wo ich den defa-Klassiker „Die Russen kommen“ mit hebräischen Untertiteln nach einem Vortrag von Moshe Zimmermann gesehen habe. Die gute Nachricht aus Jerusalem: Sira und Uganda gibt es noch. Was alle schon wussten: In den „Time-Elevator“, ein museumspädagogisches Musterstück der effektgeladenen Vermittlung der Stadtgeschichte Jerusalems, muss man nicht gehen. Dagegen empfiehlt sich ein Besuch des Dachs des österreichischen Hospiz‘ nach wie vor.

Ma ze po? Intifada?Am Wochenende waren wir am Toten Meer in Ein Gedi. Am öffentlichen Strand waren relativ viele arabische Jugendgruppen zum Ausflug, was auch dafür sorgte, dass es immer nach lecker Spießchen roch. Das Titelzitat brachte der Lifeguard, als er Jugendliche über die Lautsprecher ermahnte, keine Steine ins Wasser zu werfen: „Was ist das hier? Intifada?“ Dasselbe fragten wir uns auch, als wir auf dem Weg zurück nach Tel Aviv noch einmal in Jerusalem im Faisal Hostel (s. links) abstiegen…

Zum Abschluss meiner Reise gingen wir gestern Abend ins Mike’s Place um Porto gegen Liverpool zu sehen. Wir staunten nicht schlecht, als wir dort den Stammtisch des Liverpool Fan Clubs Tel Aviv entdeckten. Eigene Fan-Artikel und ein Main-Nerd, der die Abholer schön von seiner Liste strich. Man muss sagen, sie sahen aus wie ihre 4000km entfernten Kollegen, tranken aber zumeist nur Leitungswasser. Die Draufgänger unter ihnen kippten sich auch schon mal eine Cola hinter die Binde, aber sonst blieb es bei von Alkohol ungetrübter Freude über den wichigen Sieg.

Nun geht es nochmal ein bisschen einkaufen, heute Nacht bin ich schon wieder in München.

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