Archiv für November 2007

Ma ze po? Intifada?

Die letzte Woche steckte einmal wieder voller Höhepunkte. Ein paar Tage Jerusalem und Haifa, wo ich den defa-Klassiker „Die Russen kommen“ mit hebräischen Untertiteln nach einem Vortrag von Moshe Zimmermann gesehen habe. Die gute Nachricht aus Jerusalem: Sira und Uganda gibt es noch. Was alle schon wussten: In den „Time-Elevator“, ein museumspädagogisches Musterstück der effektgeladenen Vermittlung der Stadtgeschichte Jerusalems, muss man nicht gehen. Dagegen empfiehlt sich ein Besuch des Dachs des österreichischen Hospiz‘ nach wie vor.

Ma ze po? Intifada?Am Wochenende waren wir am Toten Meer in Ein Gedi. Am öffentlichen Strand waren relativ viele arabische Jugendgruppen zum Ausflug, was auch dafür sorgte, dass es immer nach lecker Spießchen roch. Das Titelzitat brachte der Lifeguard, als er Jugendliche über die Lautsprecher ermahnte, keine Steine ins Wasser zu werfen: „Was ist das hier? Intifada?“ Dasselbe fragten wir uns auch, als wir auf dem Weg zurück nach Tel Aviv noch einmal in Jerusalem im Faisal Hostel (s. links) abstiegen…

Zum Abschluss meiner Reise gingen wir gestern Abend ins Mike’s Place um Porto gegen Liverpool zu sehen. Wir staunten nicht schlecht, als wir dort den Stammtisch des Liverpool Fan Clubs Tel Aviv entdeckten. Eigene Fan-Artikel und ein Main-Nerd, der die Abholer schön von seiner Liste strich. Man muss sagen, sie sahen aus wie ihre 4000km entfernten Kollegen, tranken aber zumeist nur Leitungswasser. Die Draufgänger unter ihnen kippten sich auch schon mal eine Cola hinter die Binde, aber sonst blieb es bei von Alkohol ungetrübter Freude über den wichigen Sieg.

Nun geht es nochmal ein bisschen einkaufen, heute Nacht bin ich schon wieder in München.

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Power in Israel

Power in Israel
Gschnappschusst vor dem Haupteingang der Tel Aviv University, 19. Nov. 2007.
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Echte Fans

Gestern hätte kaum besser laufen können: Nach einem etwas skurrilen bis langweiligen Abend im Barzilay-Club und einer gesunden Menge Bier am Abend zuvor gingen J. und ich gegen Mittag los um uns einen Einmal-Grill und Essen zu besorgen. Im Hayarkon-Park bewies der Grill seine Qualität, der Kebap mit Hummus und Pita hätte nicht besser schmecken können. Heerscharen von PfadfinderInnen bewiesen derweil Stimmkraft und Lungenvolumen, war aber ok.

Danach haben wir uns das nicht unbedingt für Israel interessante Spiel Israel – Russland im Ramat Gan Stadion angesehen. Israel ist so gut wie draußen (es gibt eine rechnerische Wahrscheinlichkeit, aber dafür müssten sie im nächsten Spiel ca. 12 Tore schießen), aber England brauchte einen israelischen Sieg, um nicht von Russland aus der Qualifikation geschmissen zu werden. Von den Fans her war das Verhältnis ca. 60/40 (für Israel), da viele aus Russland eingewanderte Israelis, wenn es darauf ankommt, doch eher traditionell sind. Unter anderem unser besonderer Freund und echter Fan, der vor einem mehrheitlichen israelischen Fan-Block stand. Zu sehen ist seine Reaktion auf dem 1:1 Ausgleich Russlands:

(Direkt)

Naja, enden tat es dann doch 2:1 für Israel, J. und ich hatten also beide (unterschiedlich) falsch getippt. England ist weiterhin dabei und am Mittwoch spielt Israel gegen Mazedonien.

Florentin ist wirklich einer der interessantesten Stadtteile Tel Avivs und ich wohne derzeit hier. Sehr hübsch. Gerade bei J. um die Ecke steht das on der Räumung bedrohte Ben Atar, das an die Wand gepinselte „Ben Atar bleibt!“ (auf deutsch) wurde frisch weggepinselt. Kritisch wird es aller Voraussicht nach diese Woche am Dienstag, der letzte Termin für die Räumung. Mehr Infos in diesem Artikel bei indymedia.

Unsere Vorbereitungen zu den unvermeidlichen Demos anlässlich der Annapolis-Konferenz laufen auch schon auf Hochtouren. Wir sind fest entschlossen, in die deutschen Fernsehmedien zu kommen… nach viel Hin und Her ließen wir die Überlegungen das Transpi mit „Deutschland halt’s Maul!“ doch fallen und entschieden uns nun für „Seine Frau im Dunkeln sitzen zu lassen, wie es Helmut Kohl gemacht hat, ist kein Ideal.“

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Tel Aviv, Tel Aviv, Tel Aviv!


(Direkt)
Heute in der Ben Gurion miterleben gedurft gehabt.

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Diesmal: Urlaub.

TA Weather, muthafuckahs!
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