Archiv für Oktober 2007

Dan Deacon – Wham City, Baltimore

Freaky music, freaky videos, ab geht er! Dan Deacon aus dem KünstlerInnenkollektiv Wham City in Baltimore, MD.

Sehr höhrenswert ist auch sein Interview mit dem Sound of Young America Podcast:

Direktlink (MP3, 14.3MB)

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Irische Wahrheitsliebe

Leider hat es für die Iren nicht zu mehr als einem Unentschieden gereicht, aber wo wir schon doch gerade bei der (De-)Motivation sind, gibt’s etwas zur Wocheneinstimmung… ein Zitat des irischen Trainers Steve Staunton, bei dem ich mir ein Schmunzeln nicht verkneifen konnte (im Vorfeld des gestrigen Spieles):

Und wer sich gegen Deutschland nicht motivieren kann, egal unter welchen Umständen, mit dem stimmt etwas nicht.

Netzeitung

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Demotivational Posters

Als Ergänzung zu jedem Pausenzimmer-Generve durch motivationsinduzierende Inspirationsposter eignen sich „demotivational posters“.
Consistency. It's only a virtue if you're not a screwup.

CAPSLOCK. Are you ready to unleash the fury?
Schöne Sammlungen hier und hier. Und zum selber basteln.

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„Baukörper hat Form eines Hoheitsabzeichens“

Das Finanzamt Gießen ist im Juni 2004 in das Gebäude des ehemaligen sogenannten „Bundeswehrkrankenhauses“ in der Schubertstraße in Gießen eingezogen. Dass dieses Gebäude nicht nur ein Teil der regionalen Geschichte der Bundeswehr ist, sondern seine Wurzeln im Militär des Nationalsozialismus, der Wehrmacht, hat, weiß die Amtsbroschüre „Vom Lazarett zum Behördenzentrum“ (PDF, 8MB):

Im Rahmen der Heeresvergrößerung 1935 begann im Deutschen Reich verstärkt der Bau von militärischen Anlagen aller Art. In Gießen wurden u.a. verschiedene Kasernen erbaut, der Flughafen (heute US-Depot) angelegt und in der Schubertstraße erfolgte der Neubau eines Standortlazaretts für die Deutsche Wehrmacht.

Nach dem sich die Broschüre etwas in den technischen Details der Bauzeit ergötzt, kommt sie zu der mittlerweile für jede bundesdeutsche Behörde selbstverständlich gewordenen Vergangenheitsbewältigung:

Der Baukörper der Anlage hat die Form des damaligen Hoheitsabzeichens, das jeder Soldat an der rechten Brustseite seiner Uniform trug.

Ein Hoheitsabzeichen also, das jeder Soldat an der Uniform trug. Ein Satz, der sich eher durch Verschweigen auszeichnet als durch Aussage. Damit wäre alles gesagt, ohne überhaupt etwas zu sagen und den Regeln jeder guten deutschen Vergangenheitsbewältigung nachgekommen. Die Details der Vergangenheit interessieren nämlich vor allem wegen des Lahnmarmors, den fackeltragenden Jünglingen in den Brunnen und den Bildern der alten Herrlichkeit, die unkommentiert in der Broschüre zur Schau gestellt werden. Wenn es aber um die Design-Details des Gebäudes geht, ist spätestens bei dem Nazi-Kram endgültig Schluss, denn mit dem möchte man heute so wenig wie damals etwas zu tun haben.

Ein Blick aus der Luft auf das Gebäude, der der Broschüre wohlweislich vorenthalten ist, verrät etwas mehr über das „Hoheitsabzeichen“, das dort architektonisch nachempfunden werden sollte (das Gelände des Finanzamtes ist hervorgehoben):

Finanzamt Gießen, das alte Hoheitsabzeichen

1939 war das ganze noch ergänzt um ein wichtiges Detail, nämlich das Hakenkreuz, das die Innenfläche des Rondells verzierte. Damit wäre dann den Erfordernissen der damaligen „Verordnung über die Gestaltung des Hoheitszeichens des Reichs“ nachgekommen sein:

Der Reichsalder, das alte Hoheitsabzeichen
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