Archiv für August 2006

Hurrah!

Endlich kann mein kleines Rechnerchen wieder ohne Probleme ins Internet, und zwar auch außerhalb des Netzwerks der Hebrew University. Wegen einem lausigen und faulen Admins im Rechenzentrum der Uni wurde mit der Installation einer VPN-Lösung für den Uni-Zugang gleich mal meine resolv.conf mit verändert. Das verhinderte Erfolgreich jeden DNS-Abruf in Netzen außerhalb der Uni. resolv.conf ersetzt, fertig. Zur Feier gibt es drei neue mp3s:

Nouvelle Vague – I Melt With You

MELT! FestivalDer Titel des alten Modern English Krachers erinnert mich an das schöne MELT! Festival, dass ich noch kurz vor der Abreise hierher mit meinen liebsten FreundInnen besucht habe. Und Nouvelle Vague, die mit ihrer Slacker-Attitüde aber auch jeden 80er-Jahre-Wave-Sound in ein legeres Spätabendgedusel glattbügeln können. Mit Vogelgezwitscher. You’ve seen the difference and it’s getting better all the time. Ich liebe diesen Sound, hübsch, hübsch, hübsch.

Franz Ferdinand -Do You Want To (Erol Alkan remix)

Diesen Hit höre ich seit einer Woche mehr oder weniger ununterbrochen. Vor dem Einschlafen, nach dem Aufwachen… nachdem man die ersten drei Minuten überstanden hat, wird das Warten mit einem satten Beat belohnt. Ich schreibe dazu nichts weiter weil es ein Tanz-Track ist.

Vetiver – Been So Long

Achtung: Nichts für schwache Nerven. Es ist das traurigste Lied, dass ich dieses Jahr gehört habe. Obwohl es doch eigentlich so hoffnungsvoll klingt: Been so long und trotzdem knockst Du on my door. Aber irgendwie ändert sich ja wohl doch nix, das Stück blendet sich in die Zeit des Aneinanderdenkens genauso unbemerkt ein wie wieder aus, und der lang ersehnte und überraschende Gast verschwindet offensichtlich fast so unbemerkt, wie er kam. Der Eindruck der bleibt: Bei all der sauvielen Zeit, die man hat, schafft man es doch meistens, die wichtigen Momente zu verpassen die das Ungesagte ungesagt bleiben zu lassen.

So. Das war erst mal der letzte mp3-Beitrag für die nächste Zeit, demnächst gibt es wieder mehr Fotos und substantielles aus Haifa. Ich habe es bisher aus unterschiedlichen Gründen noch nicht aus den Wohnheimen heraus geschafft, außer ein mal zum Bierchen trinken am Strand in der Nacht unserer Ankunft.

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I Am Not Afraid of You and I Will Beat Your Ass

I Am Not Afraid of You and I Will Beat Your AssJuchu! Heute habe ich endlich erfahren, dass das neue Yo La Tengo Album „I Am Not Afraid of You and I Will Beat Your Ass“ heißt. Sehr passend zu unserem letzten Wochenende in Tel Aviv, wie etlichen in meiner peer group schon auffiel. Ooooohhhhhh und die Sample Tracks hören sich geil an! Wem der Titel noch nicht genug verspricht, dem/der verlinke ich hier extra mal die zwei Tracks, die auf der Bandseite schon veröffentlicht wurden:

Pass the Hatchet, I Think I‘m Goodking:
Beanbag Chair:

I Am Not Afraid Of You And I Will Beat Your Ass is an album that delights in being an album. This is no mere loud followed by soft merry-go-round, but a subtle parade. Bookended by very different but equally intense ten-minute-plus guitar epics, the set has dramatic arcs that don‘t all build in expected ways. After a dense thicket of forest they may find a clearing, stop for a picnic, but then fall asleep, dreaming away as day turns to night.
Quelle: David Greenberger in der Yo La Tengo Biografie

Ich warte auf iTunes oder gucke mich hier nach einem Musikladen um, der mein Vertrauen verdient hat. Ab 12. September ist es so weit!

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Was soll ich sagen?

An alle, die hier Neuigkeiten erwarten: The days are just packed und wie immer geht nirgends das WLAN richtig. Gerade sitze ich in einem stickigen Rechnerraum mit 15 anderen Studierenden, die alle wie wild auf ihre Tastaturen einhacken. Zum Schreiben komme ich auch gar nicht mehr, das Ulpan hält uns gut auf Trab, jeden Tag mehrere Stunden jeweils Unterricht und Hausaufgaben. Langsam sehe ich auch schon echte Fortschritte bei mir. Heute gab es Infinitivbildung, auf den ersten Blick ist das alles sehr beeindruckend, aber so schwer ist es gar nicht. Lishtot, lagur, le‘ehov, lilmod… Es werden die aller basalsten Konversationen möglich, schneckenlahm natürlich, aber immerhin.

Das Wochenende in Tel Aviv war eine wirklich willkommene Abwechslung. Strand, Shoppen und schöne Abendaktivitäten. Der einzige dunkle Fleck war ein Einbruch in unser Hostel, bei dem einigen von uns Kameras, Telefone und Geld geklaut wurde. Mir gar nichts, dafür allen anderen eine ganze Menge. Es ist eine sehr sehr bescheuerte Geschichte uns allen geht es aber gut und außer des Diebstahls ist nichts passiert… Naja, das Meer war jedenfalls wunderbar, den ganzen Tag keine größere Sorge, als wann man denn nun wieder ins Wasser gehen möchte und ob man sich denn nun wirklich genug eingecremt hatte. Wir versuchen alle, diesen Teil des Ausflugs lebhafterer in Erinnerung zu behalten. Jurek und ich fahren jedenfalls am Samstag noch mal hin zum Spiel Maccabi Tel Aviv – Beitar Jerusalem, das wurde nämlich verlegt. Wir sind zwar eisenharte Hapoel-Fans, aber gegen den Bonzen- und Siedlerclub Beitar unterstützen wir auch gerne mal Maccabi.

Noch eine Neuigkeit, brandheiß von Hanan Alexander, dem Leiter des Department for Overseas Studies in Haifa, Gerüchte zirkulierten bereits, heute morgen wurde es definitiv bestätigt: Am Donnerstag geht’s ins schöne Haifa für die letzte Woche Ulpan. Bessere Wohnheime, WLAN überall, airconditioned classrooms (oho… eine ganz andere Geschichte) und der Strand 20 Minuten zu Fuß. Ich freue mich darauf und bin gespannt auf die letzte Woche des Ulpans und was noch alles schaffen. Ich denke, die Voraussetzungen in Haifa werden bessere sein, ihr hört jedenfalls dann mal öfter was neues.

An alle, deren eMails ich noch nicht beantwortet habe: Geduld. Sie sind alle schon geschrieben, nur noch nicht versendet. Café Aroma mag meinen Rechner nicht, die Hebrew University mag nicht die Ports, über die mich die Uni Gießen zwingt, eMails zu versenden. So ist es halt.

Ich komme hier kaum zum Nachrichtenlesen, deshalb werde ich nichts dazu schreiben. Ich höre allerdings ziemlich wilde Sachen aus der Bundesrepublik… u.a. Kofferbomben aufspürende Überwachungskameras soll es dort seit neuestem geben. So etwas hat noch nicht mal Israel.

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I Need Some Fine Wine…

… and You, You Need to be Nicer. Das sangen die Cardigans schon ganz richtig. I get drunk and watch your head grow. Im so genannten Österreichischem Hospiz zwischen dem moslemischen und dem christlichen Viertel auf der Via Dolorosa gibt es neben Sachertorte, Strudel und Gugelhupf einen ganz guten Kaffee (und die heiße Schokolade selbstverständlich mit Schlagobers). In dem Café des Hotels, dem Wiener Kaffeehaus, wird mit Wiener Akzent serviert, bezahlt mit Euro. Die Inneneinrichtung ist komplett aus Österreich importiert.
Gestern Abend war wunderschön, eine Flasche Yarden-Rotwein ganz für mich und sehr nette Gesellschaft. Weil ich nicht weiß, worauf dieser Eintrag genau hinauslaufen soll, gibt es nun erst mal was auf die Ohren. Und weil man (und mit „man“ meint man bekanntlich immer sich selber) sich sonst mal langsam an seine Hausaufgaben setzen müsste. Also bevakashav:

Best Fwends – Outtatouch:
Aufgewärmte 80er-Pop-Nummer, die das üppige, neonfarbige Flair der Miami Beach nur so aus den Studio-Kopfhörern tropfen lässt. Get ready for Synthie-Sounds, die Gloria Estefan erblassen lassen und den Griff zu den modischen Schweißbändern geradezu erzwingen. Boy, you’ve got to move!

The Raconteurs – Hands:
Ein Hymne auf Körperteile. Zweiakkord-Charme samt catchy Riffs dort, wo sie hingehören, und zwar im Refrain kurz vor der 1. Alles zusammen gibt es das Girl ohne Namen. Und die Brücke, die Brücke… hu hu huhuhuhuuuu. Alles richtig gemacht, die Metaphern stimmen, eine beiläufige Ode an die keineswegs beiläufige romantische Zweierbeziehung.

The Go! Team – Ladyflash (Simian Mobile Disco Mix)
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Wenn man gestandene Cheerleader an die Instrumente lässt, kann das nur gut gehen, so gesehen bei The Go! Team. Wenn man sie danach noch in das Electronic Music Laboratory (wie es hier eines gibt, wir malten uns heute wilde DJ-Parties aus, die dort im Zeichen der wissenschaftlichen Forschung ausgeführt werden) sperrt, happige Portion Quietschesound-Generator dazu… da können die Pom-Poms schon mal Staub ansammeln.

Yeah Yeah Yeahs – Cheated Hearts (Peaches Remix)

Oh, noch ein Remix. Peaches macht es richtig: Robotnik-Schlagzeug in den Hintergrund und die Melodie-Instrumente gar nicht so featuren, statt dessen auf die Wiederholung bauen, die Karen O’s Texte und Stimme verdienen und zwischendurch Luft zum Tanzen lassen. Mit dem „Hey!“ hat Peaches die Perle aus dem Track gehoben. And I’m bigger than the sound.

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Blogpause dank WLAN-losigkeit

CIMG1792Das mit dem WLAN ist hier doch alles nicht so einfach, wie es letzte Woche noch aussah. Das Aroma Café hat nur ein sehr unzuverlässiges Netz, am Shabbat ist die Uni zu, diese Woche hat die ganze Uni Urlaub. Sogar die Bibliothek ist zu. Naja. Es gibt neue Fotos! Diesmal sogar richtig mit Leuten drauf, people pictures. Sabina hat sie gemacht, weil ich zu faul war, immer meine Kamera mit zu nehmen, vielleicht gibt es die nächsten Tage noch Bilder von meinem Mitbewohner, die sind ziemlich awesome.

Kurzupdate: Ulpan läuft rund, nächste Woche geht es nach Tel Aviv, wo das Maxim, ein Maccabi-Spiel und der Strand auf uns warten. Ich versuche, die nächsten Tage angebundener zu sein.

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