Archiv für März 2006

Arme Schweine

Your sorry ass will pay the price!Sorry, aber den Titel konnte ich mir nicht verkneifen. Ja, er ist abgeschmackt und offensichtlich, geht Euch halt beschweren. Zur Sache:

Das Innenministerium hat schon vor ca. 7 Wochen einen Erlasss-Entwurf vorgelegt, der es PolizistInnen bei der WM etwas schwer machen dürfte, Berufliches von Privatem zu trennen. In diesem Verein darf nämlich nicht jedeR so rumlaufen, wie es ihm/ihr gerade einfällt.

Aus Sorge, das Ansehen der Bundesrepublik in aller Welt könne am Aussehen deutscher Polizisten Schaden nehmen, hat das Innenministerium rechtzeitig zur Fußball-WM einen Erlass-Entwurf mit Vorschriften für das Erscheinungsbild der 30.000 Bundespolizisten vorgelegt. Demnach soll nicht nur ein „unrasiertes Auftreten – insbesondere der sogenannte Drei-Tage-Bart“ untersagt sein. Auf dem Index stehen nach SPIEGEL-Informationen auch der „sogennante Lagerfeld-Zopf“ […]

Quelle: Spiegel Online. Link s. unten.

Schon das Wort „Erscheinungsbild“ finde ich ja eine Zumutung, im Zusammenhang mit der deutschen Polizei fällt mir in diesem Fall echte Empathie aber leider etwas schwer. Außerdem wird mein Lieblings-Demo-Spruch wohl bei der WM nie skandiert werden können: „Was ist grün und stinkt nach Fisch? Diese Bullen sind nicht frisch!“. Die Herren und Damen Beamten werden einfach immer von einer himmlischen Frühlings-Frische umgeben sein. Duften nach Vorschrift. Dafür hat nun Herr Schäuble nun hoffentlich genügend gesorgt.

Sehr bezeihnend auch die Zeile aus dem Erlass, die ein Aussehen verbietet, das „als Ausdruck einer ausgeprägt individualistischen Haltung wahrgenommen werden“ könnte. Himmel bewahre.

You want Links?

AAAAARRRRGGGHHH!!!! It’s the killer-android-nasty-cops-from-outer-space-that-all-look-the-fucking-same! Oh no, we‘re doooooomed!!!

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Natalie Portman will seriously kick your ass

Ich nehme mal an, dass es von Lonely Island ist: Natalie Portman rappt auf Saturday Night Live über ihren Alltag, der viel mit kicking ass and taking names zu tun hat, offensichtlich. Hätte ich jetzt von der sonst etwas feinfühliger daherkommenden Schauspielerin nicht gedacht.

[Update: Es ist tatsächlich aus der Comedy-Schmiede Lonely Island, wie ich eben ihrer Website entnehme]

Es gibt mehrere Möglichkeiten:

oder hier:

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Kann freie Mitarbeit die Schreibe versauen?

Das habe ich mich eben gefragt, ehrlichgesagt. Die Prüfungszeit nähert sich, und man ist gezwungen, mehr von dieser ganzen wissenschaftlichen Literatur zu lesen. Mir fällt dann immer auf, welchen Wert ich darauf lege, beim Schreiben etwas kurz und bündig darzustellen, es dabei aber unweigerlich verkürze und nicht richtig ausführe. Wie genau kann man etwas darstellen, wenn man immer die Redaktionsschere im Kopf hat, daran ein kleines Schildchen zur Erinnerung: „100 Zeilen und nicht mehr!“.

Das hat man also davon: Karriere in der Wissenschaft versaut durch einen Nebenjob bei der Lokalzeitung. Aber auch diese ganze Flugblattschreiberei von früher schlägt da etwas durch, pointiert, schnell zum Schluss, dann noch eine Parole drunter, fertig. Das man so etwas aber als Hausarbeit abgeben kann, bezweifle ich sehr. Für Hobbyfunk-Flohmärkte und Studiengebühren reicht es leider.

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