Archiv für Februar 2006

Part Two ist da

Die weiterhin unglaublich gut geschriebene Serie „Not Jewish?! What are you doing here?“ geht weiter. Jill Cartwright schreibt im Teil zwei:

It’s tough on a relationship when one person moves to another country for the other. There’s the language barrier and there are the culture differences. One feels too dependent, the other feels too responsible –and when that other country is Israel, the odds are really stacked against you: Stress and pressure, no-one to vent on but each other and too many questions for which neither of us had the answer.

Ist nicht ganz so unbeschwert wie Teil eins.
via Lisa.

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New Speedway Boogie

Black Cab - New Speedway Boogie VideoDass sich auf den alten Schinken nochmal jemand einen neuen Reim macht hätte ich nicht gedacht. Black Cab, deren Album „Altamont Diary“ in ein paar Tagen in Europa bei indigo veröffentlicht wird, hat sich dem Grateful Dead Stück über die fatalen Zwischenfälle auf dem Altamont Speedway 1969 angenommen. Auf der Bandseite gibt es das Video zu gucken.

Zur Band und zum Album heißt es auf der Label-Seite:

Black Cab aus Melbourne, Australien, ist das gemeinsame Projekt von ex-Foil-Sänger Andrew Coates und Gitarrist James Lee (Registered Nurse): eine explosive Mischung aus verzerrten Gitarren, Drum-Sound im Stile der frühen 70er, schräger Elektronik und Industrial-Klängen. Ihre Musik wurde von den politischen Ereignissen im Amerika der 60er- und 70er-Jahre und der dazugehörigen Musik inspiriert. Die Anregung für das Debütalbum „Altamont Diary“ war das berühmt-berüchtigte Festival 1969 auf dem Altamont Speedway und der Dokumentarfilm „Gimme Shelter“ von 1970. Die Hell’s Angels haben dort den „Summer of Love“ beendet, während die Rolling Stones einfach weitergespielt haben … „Altamont Diary“ ist ein Konzeptalbum, aber wie etwa „Tommy“ von The Who absolut unpeinlich. Live spielen Black Cab mit Musikern von Registered Nurse, High Pass Filter, Zen Paradox sowie dem Solomusiker Alex Jarvis.

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Weil in Uganda gewählt wurde #1

Der erste Teil einer Reihe, vielleicht. Mir schwirrt gerade wegen der Wahl in Uganda so einiges durch den Kopf.

Letztes Jahr im März/April hielten wir uns ungefähr zwei Wochen auf unserer Reise durch mehrere süd- und ostafrikanische Länder in Uganda auf, was mir immer noch als eine der eindrücklichsten Stationen auf der Reise sehr gut in Erinnerung ist. Es ist das Land von Idi Amin und von Entebbe. Das Land, dessen Truppen im kongolesischen Bürgerkrieg mitmischen und das bis heute wegen des Einsatzes von Kindersoldaten gegen terroristische Milizen im Norden des Landes immer wieder international kritisiert wird.

Das alles lässt einen die Stadt Kampala vergessen. Meistens. Meine Absicht ist es bei weitem nicht, Uganda als gefährliche Land darzustellen, oder als touristisches Ziel, dessen Besuch eine gewisse Portion Abenteuerlust oder Lebensmüdigkeit erfordert. Tut es nämlich nicht. Genau darum geht es mir ja. Kampala ist die Stadt mit dem schlimmsten Verkehrsproblem das ich je erlebt habe. Jeder Wechsel der Straßenseite will gut durchdacht sein, die Fahrer der überfüllten Minibusse geben trotz Passanten auf der Straße Gas. Sprint, Stopp, Augenwinkel, Shuffle, weiter. Aber im Vergleich zu Lusaka oder Dar Es Salaam ist die Stadt viel näher an der urbanen Architektur und Waren- und Konsumwelt des uns besser bekannten Westeuropas. Das sichtbare soziale Leben der Stadt wird weniger durch den halböffentlichen Trinkhallen der Outscirts oder Compounds bestimmt als durch die Clubs und Kinos der Innenstadt. Videotheken, Fitness-Studios, Musik-Läden… das alles hat man auf dem Weg schon beinahe vergessen, bis man nach Kampala kommt.

Die gesellschaftlich Ausgestoßenen, die Leprakranken, die Bettler, verziehen sich nicht in ihre Slums, es zieht sie in die Stadt, weil es hier etwas zu holen gibt. Wir als sichtbar westeuropäische Touristen wurden dort kein Einziges mal auf Geldtausch, Drogen oder Safaris angesprochen, was nach Städten wie Dar oder Arusha eine wirkliche Erholung war. Dafür, dass wir von Uganda so wenig wussten, dass es Kriege führt und eine Einparteiendiktatur ist, dachten wir, schien seine Hauptstadt sehr nahe an unseren mitgebrachten Vorstellungen von Urbanität und politischer Moderne zu liegen.

Die Stadt ist ein großes Knäuel geballter Hektik. Wer eilig hat, schnappt sich ein Boda-Boda, Taxis auf zwei Rädern, deren Fahrer geschickt durch die endlosen Verkehrsschlangen und verstopften Kreuzugen schwärmen, auf die entgegengesetzte Fahrspur, Spiegel knallen gegeneinander, Knie immer schön einziehen. Kiloweise werden Altkleider in größen Bündeln auf LKWs geladen oder in dunkle Hauseingänge, in denen überbeschäftigte Schneidereien mit dem Umnähen gar nicht mehr nachkommen. Tritt man allerdings in eines der klimatisierten Gebäude ein, bremst sich die beschleunigte Zeit ab auf eine bedächtige, hoflich murmelnde Teppichbodengeschwindigkeit. Das metaphorische Schleudertrauma der Zeitbremsung verfolgt einen in die Wirklichkeit als vom Zug der Klimaanlagen steif gewordener Nacken.

Das nächste mal: Small-Talk am Straßenrand und die zweite Ladung Pfefferspray in meinem Leben.

Warum ich eigentlich diesen Post angefangen hatte zu schreiben: Gute Links. Also:

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Komischer Test

Auf den „Advanced Global Personality Test“ bin ich heute gestoßen. Von solchen Tests halte ich ja genau so viel wie dem Satzanfang „Das ist wieder typisch So-und-so, …“. Hier sind meine Ergebnisse, die mich aber noch nicht mal selber richtig interessieren:

Advanced Global Personality Test Results

Extraversion |||||||||||| 50%
Stability |||||||||||||||| 70%
Orderliness |||||| 26%
Accommodation |||||||||||||| 56%
Interdependence |||||||||||||||||| 76%
Intellectual |||||||||||||||| 70%
Mystical |||| 16%
Artistic |||||| 30%
Religious |||| 16%
Hedonism |||||||||||||||||||| 83%
Materialism |||||||||||||||| 63%
Narcissism |||||||||||| 50%
Adventurousness |||||||||||| 50%
Work ethic |||||| 23%
Self absorbed |||||||||| 36%
Conflict seeking |||||||||| 36%
Need to dominate |||| 16%
Romantic |||||||||||| 43%
Avoidant |||||| 23%
Anti-authority |||||||||||||||||| 76%
Wealth |||||||||||| 50%
Dependency |||||||||| 36%
Change averse |||| 16%
Cautiousness |||||||||||||||||| 76%
Individuality |||||||||||||| 56%
Sexuality |||||||||||||||||||| 83%
Peter pan complex |||| 16%
Physical security |||||||||||||||||||| 83%
Physical Fitness |||||||||| 37%
Histrionic |||||||||| 36%
Paranoia |||||| 23%
Vanity |||||||||| 36%
Hypersensitivity |||||||||||||||| 63%
Female cliche |||||| 30%

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Pillow fighting mayhem in your town!

Pillow fighting mayhem in your town!
Durch Zufall bin ich heute auf die Seiten ganz besonderer Flash-Mob-AktivistInnen gestolpert: Die, die die (leider war das das letzte die) Idee des „Fight Clubs“ unblutig wenden und in die Öffentlichkeit zerren. Der neueste Schrei offensichtlich, und auch schon ein globales Phänomen. Die Pillow-Fights taken place from Tel-Aviv bis Mailand, angeblich gibt es auch in der Bundesrepublik eine solche Gruppe, obwohl sie hierzulande wahrscheinlich eher in Vereinen organisiert sind.
Links:
London Pillow Fight
http://www.pillowfightclub.org/
Soft Fight Club, Milano 29 settembre 2005
http://en.wikipedia.org/wiki/Pillow_Fight_Club

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